Der Eintritt von Intensivpflegebedürftigkeit ist für die betroffenen Menschen ein schwerer Einschnitt in ihr gewohntes Alltagsleben. Ängste vor zunehmender Entmündigung, unwürdiger Existenz und der Auslieferung an anonyme Pflegekräfte kommen auf, führen zu einer starken Belastung und reduzieren die Lebensqualität der Hilfsbedürftigen.
Es ist daher wenig überraschend, dass die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen davon bestimmt wird, wie autonom und würdevoll sie ihr Leben trotz der Abhängigkeitssituation verbringen können. Vertrauenswürdige Helfer zu finden, die sie als Mitmenschen achten, wird so zum wichtigen Anliegen von Pflegebedürftigen.
Der L&W Intensivpflegedienst verfolgt die Zielsetzung, hilfsbedürftigen Menschen auch in der Intensivpflege ein Maximum an Autonomie und Würde zu garantieren. Unter diesen Gesichtspunkten gehen Ethik und Fachkompetenz Hand in Hand und münden in ein ganzheitliches Pflegekonzept.
| Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 17:57 Uhr | |||
Die intensivpflegerische Stimulation der vestibulären Wahrnehmung
Die Anregung von Sinnesempfindungen hat in der modernen häuslichen Intensivpflege eine große Bedeutung. In diesem Zusammenhang gilt es, nicht nur die bekannten fünf Sinne zu fördern, sondern auch die vestibuläre Wahrnehmung. Über ihre Stimulation berichtet der L&W Intensivpflegedienst.
Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sich die Wahrnehmungsfähigkeit ihres Körpers nicht auf die typischen fünf Sinne beschränkt. Es existiert tatsächlich ein sechster Sinn, der im alltäglichen Leben ebenso bedeutsam wie beispielsweise die Fähigkeit, tasten zu können, ist. Diese, vestibuläre Wahrnehmung bezeichnete, Sinnesempfindung, vermittelt dem Menschen Informationen zur räumlichen Lage seines Körpers, die zur Bewegungs- und Haltungskoordination unbedingt notwendig sind.
Die wahre Bedeutung der vestibulären Wahrnehmung erfährt ein gesunder Mensch meist nur unter Ausnahmenbedingungen, etwa wenn Kinder einander so schnell im Kreis drehen, dass ihre Orientierungsfähigkeit zeitweise ausgeschaltet wird.
Für Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung im Rahmen der Intensivpflege an das Bett gebunden sind, stellt eine mangelhafte Stimulation ihrer Sinnesempfindungen allerdings ein echtes Problem dar, dem durch geeignete Pflegemaßnahmen Rechnung zu tragen ist.
Die vestibuläre Wahrnehmung setzt sich aus den Sinnesinformationen des Vestibulärorgans im menschlichen Innenohr, Rezeptoren, die Muskelkontraktionen verzeichnen, und dem räumlichen Sehen zusammen. Sie vermittelt ein Gefühl für die Auswirkungen der Schwerkraft und die genaue räumliche Positionierung des menschlichen Körpers.
Bewirken Krankheiten oder längerfristig mangelnde Bewegung eine anhaltende Störung der vestibulären Wahrnehmung, kann es zur Entstehung erheblicher gesundheitlicher Probleme kommen. Diese reichen von Störungen der Konzentrations- und Lernfähigkeit über Einschränkungen der Feinmotorik bis hin zu Gleichgewichts- und Kreislaufstörungen.
Den Folgen einer gestörten vestibulären Wahrnehmung kann im Rahmen der häuslichen Intensivpflege mit einem zielgerichteten Bewegungstraining vorgebeugt werden. Die Stimulation des Gleichgewichtsinnes während der täglichen Pflege stärkt die Kontrolle des Patienten über seine Haltung, Körperkoordination und Bewegung. Gleichzeitig bewirkt sie eine Stabilisation seines Kreislaufes.
Die Förderung der vestibulären Wahrnehmung ist ein bedeutsamer Bestandteil der Basalen Stimulation und gehört somit zu einer modernen, an den Bedürfnissen des Patienten ausgerichteten, häuslichen Intensivpflege. In seinem Streben nach der bestmöglichen pflegerischen Versorgung seiner Patienten setzt der L&W Intensivpflegedienst seit vielen Jahren auf eine systematische Integration der Sinnesstimulation in die alltägliche Pflege und steht jederzeit für weiterführende Ratschläge zur Verfügung.
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